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Dienstag, 21. Oktober 2014

Abschleifen des Adamsapfels (Info)


Hallo Leute :)

Glücklicherweise habe ich keinen markanten Adamsapfel, dennoch werde ich mir das Ding wohl "begradigen" lassen wenn ich irgendwann meine Stimmband-OP mache, denn auch wenn der Schildknorpel bei mir nur schwach ausgeprägt ist, kann ich ihn fühlen und im Profil auch sehen und das stört mich. Wenn der Adamsapfel aber ausgeprägt ist, kommt man nur schwer umhin, diesen bei einer Geschlechtsangleichung korrigieren zu lassen.

Ein Beispiel für einen ausgeprägten Adamsapfel sieht man hier:


Was ist der Adamsapfel?

Der Adamsapfel ist eigentlich nur Knorpelgewebe, der Knorpel heißt Schildknorpel. Der Grund, warum der Adamsapfel im männlichen Körper hervortritt, liegt im Stimmbruch begründet. Durch die androgenen Hormone vergrößert sich der Kehlkopf, wodurch die männliche Stimme stärker und voller wird. Dieser größere Kehlkopf führt zum Wachstum des Schildknorpels. In der Regel bedeutet ein größerer Schildknorpel also auch eine tiefere und stärkere Stimme.

Wie erfolgt das Abschleifen des Schildknorpels?

Um den Adamsapfel zu reduzieren wird in der Regel erstmal mit einem bildgebendem Verfahren (zB CT) der Schildknorpel untersucht, damit der Eingriff geplant werden dann. Anschließend wird unterhalb des Kinns, zB in der Kiefer-Hals-Falte oder manchmal auch direkt über dem Adamsapfel, ein Schnitt gemacht.

Ist der Weg zum Schildknorpel frei gemacht, wird der obere Rand des Schildknorpels sowie die Erhebungen die nach Außen hin als Adamsapfel erkennbar sind mit einem Bohrer abgeschliffen. Eine unter Umständen bleibende Resterhebung kann über die Zusammenführung von Muskeln in dem Bereich kaschiert werden.

Mögliche Risiken

Den Adamsapfel abzuschleifen ist eine relativ risikoarme Prozedur. Es kann sicherlich zu geringfügigen Nachblutungen, Schmerzen und kurzfristigen Stimmproblemen kommen, diese Probleme sind jedoch nur temporär. Wenn der Arzt einen groben Fehler macht können die Stimmbänder verletzt werden. Dies kann zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Stimme führen. Dies ist jedoch sehr selten.

Fazit

Richtig gemacht verschwindet der Adamsapfel ohne langfristige Handycaps und ohne sichtbare Narbe (da sie dann in der Kiefer-, Hals-, Falte liegt und quasi nur von unten bei gleichzeitig erhobenem Kopf zu sehen ist). Das Abschleifen des Adamsapfels ist also relativ harmlos. Oft wird dieser Eingriff mit einer Stimmband-OP kombiniert.

Tag 4 nach der Haartransplantation


Hallo Leute :)

Zeit für ein Update ;) Vor 4 Tagen hatte ich meine Haartransplantation bei Dr. Atas. Nachdem ich den Verband häufiger gewechselt habe, ermutigte mich Dr. Atas gestern, heute die Kompressen zu entfernen.

Dazu habe ich die Kompressen stark befeuchtet und konnte sie anschließend mit nur noch geringstem Widerstand aus den Transplantationsgebieten entfernen. Hier zwei Fotos:

Rechte Schläfe

Linke Schläfe aus Distanz
Im Vergleich zu dem Anblick den ich kurz nach der Operation hatte ist das schon für mich als Laien schonmal super verheilt. Auch ist die von Dr. Atas angekündigte Schwellung im Gesicht ausgeblieben, die Stirn war zwar einen Tag lang leicht aufgedunsen, aber ich habe weder "Pandaaugen" bekommen, noch hat die Schwellung sich irgendwo anders manifestiert. Ich scheine die Operation also ziemlich gut verkraftet zu haben.

Nachdem ich eben mit Dr. Atas telefoniert habe (3 Telefonate in 4 Tagen - das ist die engmaschigste Nachsorge bei allen Operationen die ich bisher hatte. TOP!) habe ich dann auch vorsichtig die Haare mit Babyshampoo waschen können.

Schmerzen habe ich keine, jedoch geht seit gestern vom Hinterkopf (= dort wo die Grafts gewonnen wurden) ein ständiger leichter Juckreiz aus der ein wenig störend ist, zumal ich diesem natürlich nciht nachgebe.

Insgesamt die bisher aufwendigste Nachsorge für eine Operation die ich hatte, dafür auch die geringsten postoperativen Beschwerden. Jetzt heißt es, weiterhin vorsichtig sein und Daumen drücken für ein gutes Ergebnis. :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Samstag, 18. Oktober 2014

Meine Haartransplantation (17.10.2014)


Hallo Menschis,

gestern hatte ich meine Haartransplantation in der Nähe von Frankfurt, transplantiert wurden ungefähr 1000 Grafts vom Hinterkopf in die Ecken der Stirn und auch ein paar Haare unterhalb der Mittelhaarlinie. Transplantiert wurden die Haare nicht nur in die Haut, sondern auch in die Narbe die durch meine Stirn-OP bei Dr. Bart entlang meiner Haarlinie entstanden ist. Wenn Alles gut verheilt habe ich also bald einen runden, u-förmigen, Haaransatz wie es als Optimum auch für XX-Frauen gilt und die Narbe verschwindet in der Unsichtbarkeit.

Nachdem ich in Köln zur Beratung zur Haartransplantation war und feststellen musste, dass ich wohl noch einige Zeit bräuchte um die Operation bezahlen zu können machte mir Taunus Aesthetics aus der Nähe von Frankfurt das Angebot, den Eingriff für einen deutlich geringeren Preis durchzuführen. Nach der Beratung letzten Monat hatte ich mich dann entschieden die Haartransplantation machen zu lassen.

Mit einem fast fabrikneuem Seat Altea den ich mir bei Sixt geliehen hatte fuhren Tobi und ich gestern also ins Taunus wo ich ungefähr acht Stunden lang behandelt wurde. Behandelnder Arzt war Dr. Atas dem von einer erfahrenen Schwester assistiert wurde. Da der Eingriff bei Lokalanästhesie erfolgt, bekam ich quasi live mit wie an mir gewerkelt wurde.

Dr. Atas
Zuerst mussten die Haare weichen. Es fielen schon sehr viele Haare vom Hinterkopf runter und ich war schon relativ verunsichert, doch als dann während der ohnehin teilweise sehr schmerzhaften Transplantatgewinnung noch weiter mit dem Rasierer hantiert wurde, war ich fast schon verzweifelt. Das mir gezeigte Bild meines Hinterkopfs nach der Transplantatgewinnung machte das eher noch schlimmer. Einige Stunden nach der OP war es aber nicht mehr so schlimm, es war einfach eine Stressreaktion in der ich auf Alles überempfindlich reagiert habe.

Genauso auch auf die Schmerzen bei der Transplantatgewinnung. Es wurden zahlreiche Spritzen mit Lokalanästhetikum verabreicht und auch wenn die Spritzen recht schmerzhaft waren, so war es an weiten Teilen des Hinterkopfes anschließend doch relativ schmerzfrei. An einer Stelle jedoch wurde es kurz vor Ende der Transplantatgewinnung noch einmal sehr viel schmerzhafter, offenbar hatte die Betäubung in einem ohnehin bereits gereiztem Areal nachgelassen und es tat wirklich sehr weh, nachdem Dr. Atas versucht hatte die Stelle noch einmal zu betäuben, was aber wiederum sehr schmerzhaft war, ließ er von der Stelle ab und wendete sich einer unempfindlicheren Stelle zu.

Insbesondere war ich auch gestresst, weil ich mich aufs Atmen konzentrieren musste, da ich meist nur ein Nasenloch und meinen halben Mund zum Atmen nutzen konnte, da man zur Transplantatgewinnung natürlich den Kopf fixieren muss. Dies bedeutet in Bauchlage also, dass das Gesicht mehr oder weniger auf die Oberfläche gepresst wird.

Nach der Transplantatgewinnung und einer kurzen Erholungspause ging es mir dann wieder besser. Ich durfte mich, was bedeutend angenehmer war, auf den Rücken legen, wodurch ich atmen und mich entspannen konnte. Dann kam die Lokalanästhesie. Die dicken Nadeln der Spritzen taten hier noch mehr weh aus auf dem Hinterkopf und leider war die Narkose gerade auf der rechten Seite wo einige Aknenarben sind und auch die Narbe von der Dr. Bart - Operation schlechter verheilt war nicht allzu effektiv, sodass es immer wieder doch relativ oft, aber nicht mehr so extrem wie an der Stelle am Hinterkopf, schmerzhaft wurde.

Ich habe allerdings auch gemerkt, dass ich die Schmerzen teilweise selbst kontrollieren konnte indem ich meine Erwartungshaltung geändert habe. Als Tipp für solche Eingriffe würde ich also sagen: Konzentriert Euch nicht auf den Schmerz, sondern konzentriert Euch darauf, dass es nicht weh tut. Dann tut es erstaunlicherweise auch viel weniger weh. Auf die Idee kam ich nachdem ich in einer Doku gesehen habe, wie Morphin das Schmerzempfinden beeinflusst. Die Erwartungshaltung hat sogar bei einem starken Opioid also mehr Einfluss auf das Schmerzempfinden als das Medikament selber!

Zur Transplantateinbringung wurde die Haut oberflächlich angeritzt und anschließend ein Loch hineingestochen. Dann galt es, die Transplantate in die genauso großen Löcher einzubringen. Nach einiger Zeit und noch einigen Narkosespritzen später schlief ich ein und wachte erst kurz vor Beendigung der OP wieder auf.

Ich war sehr erschöpft und emotional sehr aufgewühlt und als wir endlich zuhause ankamen schlief ich fast sofort ein und schlief mit nur kurzen Unterbrechungen 17 Stunden lang. Heute habe ich dann meine Haare entknotet und dabei noch eine ganze Strähne Haare wegwerfen müssen, die gestern abrasiert aber in meinen Haaren verknotet wurden war. Außerdem habe ich den Vreband weitestgehend gewechselt, aber auf den Wechsel der Kompressen in den Bereichen verzichtet in denen diese stark mit den Transplantaten verklebt waren. Nachblutungen am Hinterkopf sind nicht mehr erfolgt und auch im Stirnbereich scheint es kaum noch zu bluten. Allerdings färbt sich auch der neue Verband bereits leicht rot, vermutlich weil die alle paar Stunden applizierte Kochsalzlösung das geronnene Blut etwas verflüssigt.

Zum Ergebnis der Haartransplantation kann man frühestens in drei Monaten eine Aussage treffen, aber ich werde natürlich regelmäßig weiter berichten wenn es etwas zu berichten gibt.

Bis bald :)
Eure Nina <3

Dienstag, 14. Oktober 2014

Die Selbstwirksamkeitserwartung oder wie man durch Herausforderungen stark wird


Hallo Leute :)

Bei den meisten Dingen des Lebens erreichen wir nur so viel, wie wir erwarten zu erreichen. Bei der Selbstwirksamkeitserwartung geht es darum, inwieweit wir uns zutrauen unser Leben selbst verändern zu können in die Richtung die wir anstreben.

" Glaube ich daran, durch meinen Willen xxx erreichen zu können? " ist dabei die Kernfrage.

An Zielen die wir uns nicht zutrauen werden wir in der Regel scheitern. Wer zum Beispiel meint, nicht genug Willensstärke zu haben um abzunehmen, wird es trotz dem vorhandenem Willen nicht schaffen, die notwendigen Schritte hierzu zu gehen.

Ferner muss man sehen, welcher Typ Mensch man ist. Ob man auf seine Leistungen stolz sein will, ob man sich über den Einfluss definiert den man auf andere Menschen ausübt, oder ob sozialer Anschluss der Hauptmotivator ist. Ich denke all diese drei Motivationen sind in jedem Menschen vorhanden, doch worüber man sich definiert ist bei jedem Menschen sicherlich deutlich verschieden. Diese Hauptmotivatoren sind es, die hinter den meisten unserer alltäglichen Ziele stehen.

Ich war noch nie ein Mensch, der sich selbst Unfähigkeit unterstellt hätte, gewisse Ziele zu erreichen. Und trotzdem habe ich es vor 3 Jahren für so gut wie unmöglich gehalten, dass ich zur Kraft der Veränderung werde die notwendig ist, letztendlich mein Ziel zu erreichen. Dieses Ziel bestand damals und besteht auch noch heute darin, meinen Körper im Großen und Ganzen und das mit nur kleinsten Kompromissen meinem Empfinden anzupassen.

Doch da ich mich nicht für den Suizid entscheiden konnte, habe ich vor 2 Jahren begonnen diesen Weg zu gehen. Frustrierend daran ist, dass jedes Ziel sich im Endeffekt wieder verkompliziert und wieder den weiteren Willen zum Durchhalten verlangt und neue Teilziele bedingt. Meinen eigentlich Grundantrieb würde ich übrigens bei den drei Hauptmotivatoren Leistung:Einfluss:Anschluss auf ca 25:10:65 einschätzen.

Nehmen wir als Beispiel die Brust:

1. Ziel: Brustentwicklung durch Hormone
===> Kein ausreichendes Ergebnis binnen der ersten Jahre zu erwarten
2. Ziel: Brustvergrößerung
===> Nicht möglich da Brustdrüsen zu weit entfernt von brustkorbzentrum, daher
2. Ziel: Brustwarzenkorrektur
===> Immer noch kein größeres Brustvolumen erreicht
3. Ziel: Brustvergrößerung
===> Äasthetisches Problem durch Aknenarben und Operationsnarben sowie Dehnungsstreifen.
4. Ziel: Narbenkorrektur um die rechte Brustwarze (noch nicht erreicht)
5. Ziel: Übertatoowierung der Aknenarben im Dekoltee sowie eines großen Teils der OP Narben und der Dehnungsstreifen (noch nicht erreicht)

Und bei den allermeisten Zielen kommen natürlich Schwierigkeiten hinzu die bewältigt werden müssen bevor es weiter gehen kann, wie beispielsweise Wartezeiten für Ausheilungen, auf Behandlungen und Termine, Finanzierungsproblematiken hinzu. Anschließend treten auch oft noch durch die erreichten Einzelziele neu verursachte Problematiken (zB mein leichtes Doppelkinn durch die Kiefer-OP oder die OP Narben und Dehnungsstreifen durch die Brustoperationen) auf.

Früher habe ich nie verstanden, was es heißt, stark zu sein. Heute denke ich, dass die innere Stärke gleichbedeutend mit der Selbstwirksamkeitserwartung ist. Wenn man glaubt, Alles schaffen zu können was man will, ist man entweder wahnsinnig oder stark. Und ich glaube, dass ich durch diesen Weg den ich gehen muss und dadurch, dass ich mich schon lange entschieden habe nicht aufzugeben, sondern jedes Problem aus dem Weg zu kämpfen auch wenn ich immer wieder daran zu verzweifeln drohe, lerne, dass ich wirklich so gut wie Alles schaffen kann, wenn ich nur hart genug dafür kämpfe.

Und so glaube ich inzwischen wirklich daran, dass diese lange Zeit, auch wenn sie mit viel Leid verbunden ist, mir zumindest etwas für mein Leben lehrt, nämlich den Glauben an mich selbst und meine Fähigkeit, Alles zu schaffen.

Danke fürs Lesen :)

Eure Nina <3


Samstag, 20. September 2014

Haartransplantation (Info)


Hallo Leute :)

Nach meiner Beratung zur Haartransplantation und da ja bald meine Operation ansteht, wollte ich die Gelegenheit direkt nutzen um Euch über das Thema zu informieren.

Bei der Haartransplantation gibt es zwei gebräuchliche Methoden. Das Ziel ist es, Gebiete in denen man Haare verloren hat (zum Beispiel durch androgenetische Alopezie oder auch diffusen multikausalen Haarausfall) wieder mit Haaren zu bevölkern oder gar Hautregionen auf denen es noch nie Haare gab mit Haaren auszustatten.

Bild und mehr Info unter haarausfall.brillianthair.de
In der Regel wird die Haartransplantation nur auf dem Kopf angewendet, es gibt allerdings auch einige Menschen die im Alter oder aufgrund genetischer Besonderheiten keine oder nur wenig Schamhaare haben und sich solche transplantieren lassen.


Hier sieht man, dass das tatsächlich gemacht wird. Ein Anbieter für Schamhaar -Transplantationen ist die belgische Wellnesskliniek.



Unterschieden wird zwischen der FUE und der FUT - Technik, wobei die FUE - Technik die historisch gesehen neuere Variante der Haartransplantation ist.

FUT - Technik

Bei der FUT - Technik, auch Streifentechnik genannt, wird ein Hautstreifen mit Haaren aus dem sogenanntem Donor* entnommen. Anschließend wird in die gewünschte Empfängerzone transplantiert, meist in die Geheimratsecken, entlang der Haarlinie oder in die Tonsur*. Das Ergebnis einer Haartransplantation kann sehr überzeugend sein. Die Natur dieses Eingriffs beinhaltet jedoch eine Narbe am Hinterkopf, wie hier auf dem Bild zu sehen.


Dafür ist die FUT - Technik aufgrund ihres geringeren Zeitaufwandes verglichen mit der FUE - Technik preiswerter.

FUE - Technik

Bei der FUE - Technik wird der Spender-, und die Region rund um den Empfängerbereich rasiert. Anschließend werden einzelne Haarwurzeln aus dem Donor entnommen und in eigens geschaffene Öffnungen im Empfängerbereich transplantiert. Je nachdem ob die Haare manuell entnommen werden oder mit einem Mikromotor unterstützt dauert es unterschiedlich lange. 1000 Grafts* dauern mit der manuellen FUE circa 6 Stunden, mit Mikromotor nur 2 Stunden. Entsprechend ist der Preis bei der FUE mit Mikromotor geringer., aber bei der FUE mit Mikromotor werden deutlich mehr Grafts beschädigt, sodass diese nicht anwachsen. Außerdem ist in der Regel davon auszugehen, dass der Chirug hier weniger sorgfältig arbeitet und die Haare eher in verschiedene Richtungen wachsen als bei der FUE ohne Mikromotor. Die FUE wird in der Regel in Lokalanästhesie durchgeführt.

Nach der Operation

Nach der Transplantation müssen die transplantierten Haarwurzeln sorgsam behandelt werden. Anfangs sind die transplantierten Haarwurzeln nur wenig fest in der Haut, weswegen mit dem Blut verklebte Haare die neuen Haarwurzeln rausreißen können. Außerdem besteht das Risiko einer Infektion wenn die Wunden zu sehr belastet oder auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet wird. Beides führt dazu, dass die Haare nicht richtig anwachsen.

Nach 3 Tagen bilden sich auf den Follikeln dann Krusten. Die gefährlichste Zeit ist jetzt vorbei, dennoch sollte der Bereich weiter sorgsam behandelt werden. Gewaschen werden darf der Bereich wenn dann nur mit lauwarmen Wasser und Babyshampoo. Nach einer Woche setzt man die Antibiotika ab. Die gröbsten Gefahren für die neuen Haare sind nun beseitigt. Nach zwei Wochen fallen die Haare in den transplantierten Bereichen aus, Grund ist der vorübergehende Sauerstoffmangel während der Transplantation in den Haarwurzeln. Jetzt dürfte die Rötung sich auch bedeutend verbessert haben und man muss nicht mehr allzu vorsichtig sein. Die Haare beginnen 3 bis 6, manche Haare aber auch erst 12 Monate später wieder zu wachsen und wachsen ein Leben lang.

Der Preis

Der Preis einer Haartransplantation richtet sich nach der Zahl der transplantierten Grafts. Drei bis fünf Euro sind ein marktüblicher Preis pro Graft bei der FUE ohne Mikromotor, natürlich gibt es auch Schwankungen nach oben und unten. Die FUT und die FUE mit Mikromotor haben geringere Preise pro Graft. In der Türkei gibt es FUE meist nur mit Mikromotor (daher die günstigen Preise). FUE ohne Mikromotor gibt es dort zwar seriös schon ab 2,50 Euro. Eine reelle Kostenersparnis gegenüber günstigen Deutschen Ärzten gibt es hier aber nur bei vielen Transplantaten.



*Begriffserklärungen
Der Donor ist der Bereich des Hinterkopfes, der auch bei Männern mit schwerem Haarausfall niemals haarfrei wird. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Haare gegen die haarschädigende Wirkung des Dihydrotestosterons immun sind. Das Dihydrotestosteron ist das potenteste Androgen und bei den meisten Männern aufgrund genetischer Anfälligkeit der Haarwurzeln zum Haaraufall nach dem oben gezeigtem Muster. Bei Frauen tritt die androgenetische Alopezie meist nicht oder erst nach den Wechseljahren auf, weil der Dihydrotestosteronspiegel von gesunden Frauen bedeutend niedriger ist.
Die Tonsur ist der kreisrunde Teller auf dem die Haare bei Männern ausfallen
Ein Graft ist eine Haarwurzel aus der ein bis drei Haare wachsen können.




Freitag, 19. September 2014

Haartransplantation in Kelkheim (Teil 1: Beratung)


Hallo Menschis,

demnächst steht mit der sechsten Operation der nächste Schritt zur Fertigstellung meines "Projektes" an.

Hierzu habe ich mich gestern in Kelkheim nähe Frankfurt (Main) von Dr. Atas zur Haartransplantation beraten lassen. Auf der relativ langen Fahrt wurde ich nach einer Nacht mit nur 2 Stunden Schlaf erstmal von einem spontanem Sommereinbruch überrascht, der mich aufgrund des folgenden Schweißausbruchs sehr reizbar machte und meine eigentlich gute Laune doch eher wechselhaft machte.

Im Arztgespräch mit dem sehr sympathischen und aachenstämmigen Dr. Atas war ich zuerst aufgeschlossen und happy, meine Stimmung wurde dann jedoch zunehmend negativ als ich mein Gesicht in einem Vergrößerungsspiegel aus nächster Nähe betrachten musste. Natürlich sieht man Hautprobleme und Fehler aus nächster Nähe sehr viel extremer als in Wirklichkeit und so musste ich mich erstmal sammeln.

Als ich dann fälschlicherweise für zwei Minuten von Dr. Krekel in sein Büro entführt wurde und mich in seinem riesigem Spiegel betrachten konnte, ging es mir wieder gut, denn ich war wieder überzeugt, gut auszusehen. Danach ging es scherzhaft weiter und wir beschlossen eine Haartransplantation am 17.10. mit 1.000 Grafts durchzuführen. Bedenken hatte er wegen der Narbe von der Forehead Reconstruction und die hierdurch wohl verminderte Durchblutung der Stirn, er geht also davon aus, dass es nicht ganz perfekt werden kann, dennoch wird die Operation wohl nochmal eine deutliche Verbesserung bringen.

Durch die Haartransplantation wird mein Haaransatz also dann umgekehrt U-förmig sein, so wie es nunmal sein sollte. Die Nachsorge, also die Infektionsvorsorge durch Haare aus den Transplantationgebieten halten, wird wohl relativ aufwendig und insbesondere meine Optik für 2 Wochen deutlich negativ beeinflussen. Dafür wird nach 6 bzw 12 Monaten dann eine deutliche Verbesserung meiner Selbstwahrnehmung eintreten. :)

Ich berichte dann mit zahlreichen Bildern am 18.10. von der Haartransplantation. :)

Die nächsten Schritte werden demnächst erstmal das Tattoo über die Narben von den Brust-OPs und der Akne sein und anschließend werde ich versuchen die GaOP greifbar zu machen (und gleichzeitig auf Stimmband-OP hinarbeiten). Wenn ich damit fertig wäre, fehlen nur noch eine zweite Nasen-OP und eine Fettabsaugung am Bauch mit evtl. Lipotransfer auf die Hüfte und fertig ist. Ich habe demnächst also 6/10 OPs hinter mir :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Montag, 8. September 2014

Nadelepilation - Die ersten Male


Hallo Menschen :)

Heute berichte ich von meinen ersten Erfahrungen mit der Nadelepilation.


Erste Behandlung

Zuerst einmal ist die negativste Nebenwirkung das deutliche Unwohlsein, dass Haus mit 24 Stunden alten Stoppeln zu verlassen, man spürt das einfach und man weiß es und das macht mich nervös, Nervösität ist Stress und Stress fördert bei mir depressive Episoden, was ich gleich nach der ersten Behandlung feststellen durfte.

Aber ansonsten: Beim ersten Mal habe ich mir gewünscht, man möge doch bitte am Kinn anfangen. Beidseitig des Kinns sind noch zwei kleine dichte Felder von dicken Haaren, genauso wie noch viele dünne Haare im Kotlettenbereich und entlang des Kieferknochens (darüber sehr ausgedünnt) wachsen, wenige aber dafür halt über die ganze Fläche verteilt am Halsbereich und unter dem Kiefer. Jedenfalls stört das Kinn mich am Meisten, erstens weil es zentral im Gesicht ist, zweitens weil ich es dort als erstes fühle.

So fing die erste Behandlung an. Die ersten "Stiche" merkte ich kaum und dachte "Lol, dass hast du dir aber schlimmer vorgestellt", doch nachdem die Haut langsam immer gereizter und geschwollener wurde, wurde es mit jedem Haar schmerzhafter und nach 30 Minuten ballte ich meine Hände zu Fäusten um die "Fluchtenergie" zu bündeln. Nach 47 Minuten wird die Sitzung beendet.

Mein Kinn sah gut geschwollen, aber ungefähr meinen Erwartungen entsprechend aus. Am nächsten Tag bildeten sich 6 Pickel, Einer davon war wirklich sehr groß. Fünf Tage nach der Behandlung ist die Schwellung zurückgegangen, aber die Pickelwunden verheilen natürlich immer noch. Es war also wirklich ein furchtbar demotivierendes Erlebnis.

Zweite Behandlung

Die zweite Behandlung habe ich aufgrund morgendlichen Unwohlseins und weil ich wiedermal erst um 6 Uhr eingeschlafen bin abgesagt. Eine Woche später hatte ich dann den nächsten Termin. Diesmal habe ich nur noch die Stelle unrasiert gelassen, die ich auch zur Behandlung freigeben wollte. Diesmal lies ich mich auch nicht mehr am (immer noch nicht vollständig abgeheiltem) Kinn behandeln, sondern überlies der Behandlerin die gesamte Seite rechts vom Kinn und die geschaffte Fläche war aufgrund der hier geringeren Haardichte deutlich größer. Da ich Tramadol eingenommen hatte fühlte ich auch keine Schmerzen, nur ein leichtes Unwohlsein. Außerdem war es weniger schmerzhaft und ich bekam nur noch einen Pickel. Auch die Rötung war nach wenigen Stunden bereits verschwunden.

Dritte Behandlung

Nachdem ich wegen Schlafstörungen und Depressionen schon wieder eine Behandlung verpasst hatte, hatte ich letzten Freitag den dritten Behandlungstermin. Diesmal wurde ich von einer anderen Frau behandelt und ließ diesmal besonders Problemstellen behandeln, beispielsweise eine Falte am Hals die sehr schwer gründlich zu rasieren ist oder die Kante des Kiefers, außerdem noch ein paar Haare am Kinn. Ich hatte nur noch ein paar entzündete Poren und ein Pickelchen - nichts im Vergleich zu dem was ich bei der zweiten oder gar der ersten Behandlugn erlebt hatte. Die Schmerzen hielten sich sehr im Rahmen auch wenn ein paar Haare immer deutlich schmerzhafter sind als die Anderen.

Ergebnis

Ob ein Ergebnis zu sehen ist, ist schwer zu sagen. Durch das Zupfen nach dem Elektroschock sind die Haare natürlich wie bei einer normalen Epilation erstmal sowieso ausgeschaltet. Fünf Wochen sind also kein ausreichender Beobachtungszeitraum. Dennoch sieht es im Moment so aus als hätte es schon ein Bisschen was gebracht, auch wenn natürlich leider immer noch viele Behandlungen nötig sind.

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Durch die zwei Brust-OPs und die Akne habe ich im Brustbereich relativ viele Narben. Doch statt einer Narbentherapie die die Narben verbessern aber nicht verschwinden lassen könnte und zudem relativ teuer wäre habe ich mich entschieden mich tatoowieren zu lassen.

Am 17.09. habe ich einen Beratungstermin zur Haartransplantation in die Ecken (hier auf dem Bild kann man die rechte Ecke sehen) um mir einen runden Haaransatz machen zu lassen.


Ansonsten ist meine Akne endlich zurückgedrängt die vor fünf Wochen meine Stirn überfallen hat und mir geht es auch psychisch wieder besser.

Soo das wars für diesmal, bis bald :)

Bis bald :)

Nina <3

Sonntag, 27. Juli 2014

Beginn mit der Nadelepilation


Hallo Leute,

zu Beginn dieses Monats habe ich alle Vorbereitungen getroffen, damit die Krankenkasse die Kostenübernahme der Nadelepilation zumindest schonmal fürs Gesicht bewilligen kann.

(Siehe => Antrag auf Nadelepilation)

Nach einem überschnittenem Brief wo die bereits gesendeten Unterlagen nochmal angefordert wurden, kam dann die Kostenübernahme. Die Kostenübernahme scheint sehr schnell und unbürokratisch entschieden wurden zu sein, einzig der Postlauf und die lange Bearbeitungszeit von eingehenden Briefen bei der Krankenkasse scheinen eine Verzögerung bewirkt zu haben.

Ansonsten aber: Großes Lob an die KKH! Sehr schöner Ablauf ohne das meine schlimmsten Befürchtungen eintrafen :)

Leider wurden nur fünfzig Stunden bewilligt. Für den Rest müsste ich dann ein Foto einschicken, dass die weitere Notwendigkeit zeigt. Auch wenn nach fünfzig Stunden Nadelepi wohl nur noch wenige Haare da sein werden, graust es mich davor die Haare dann tatsächlich solange wachsen zu lassen, dass man sie ordentlich fotografieren kann. Das wären wohl mindestens 2 Tage mit enormen Diskomfort, aber warten wir erstmal ab bis es soweit ist.

Jedenfalls beginnt meine Nadelepi mit einer vorerst nur einstündigen Sitzung am kommendem Freitag bei Marla Schnee Cosmetics. Ich berichte. :)

Bis bald :)

Eure Nina <3

Donnerstag, 24. Juli 2014

Biologische Ursachen von Transsexualität


Hallo Leute :)

Das Homosexualität in der Tierwelt vorkommt und es selten auch Menschen mit nicht eindeutigen Geschlechtsmerkmalen gibt ("Hermaphroditen" / Intersexuelle) weiß inzwischen wohl Jeder. Doch bei Transsexualität denken immer noch die meisten Menschen, es sei ein Lifestyle und man entscheide sich dafür.

Ich kann jedenfalls sagen, dass dem nicht so ist. Ich hatte nur die Wahl diesen Weg zu gehen, oder mein Leben zu beenden. Doch wie kommt es dazu? Ist es sozialisiert, oder gibt es eine biologische Grundlage für Transsexualität?

Inzwischen gibt es mehr als nur Hinweise. Zahlreiche Studien zeigen bedeutende Unterschiede zwischen transsexuellen Menschen und jenen, die dem ursprünglichem Phänotyp entsprechen (sprich zwischen transsexuellen Frauen und Männern bzw zwischen transsexuellen Männern und Frauen) und tendenziell starke Gemeinsamkeiten mit dem angestrebtem Phänotyp.

Zuerst sei das Längenverhältnis von Ring-, und Zeigefinger genannt.. Bei Männern überragt für gewöhnlich der Ringfinger den Zeigefinger. Bei Frauen ist der Zeigefinger länger als ihr Ringfinger oder beide sind gleich lang. Bei transsexuellen Frauen ist das Verhältnis meistens weiblich, trotz der durchlaufenden männlichen Pubertät. Meine Finger sind zum Beispiel gleich lang.

Transsexualität ist auch genetisch verankert: So kann man an eineiigen Zwillingen auch hier gut forschen. War ein Zwilling transsexuell, so zeigte in 62 % der Fälle auch der Zweite ein geschlechtsatypisches Verhalten. Bei einer Normalverbreitung von weniger als einem Prozent ist das hochsignifikant. Auch für Geschwister gilt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit.

Ein Grund dafür könnte sein, dass transsexuelle Frauen ein übermäßig langes Gen für die Androgenrezeptoren haben - wodurch die Rezeptoren weniger effektiv sind. Gerade in der entscheidenden Phase der Embryonalentwicklung können die Östrogene so bei männlichen Embryonen so eine Dominanz in der Hirnentwicklung erreichen.

So fand man in Gehirnuntersuchungen auch deutliche Normabweichungen in der Neuroanatomie. Die Hirnrinde von transsexuellen Frauen entsprach hier ziemlich genau der von anderen Frauen. Bei transsexuellen Männern zeigte sich immerhin eine deutliche Tendenz zur männlichen Hirnrinde.

Bei den für die unbewussten Gehirnfunktionen zuständigen Gehirnarealen fand man heraus, dass dies bei Transmännern und Männern übereinstimmt. Transfrauen hatten hier ein zwischengeschlechtlich entwickeltes Hirnmuster. Die Studienteilnehmer waren hormonell unbehandelt, hatten also noch die Hormonspiegel des phänotypisch ursprünglichen Geschlechts.

Auch weitere neurobiologische Unterschiede, wie in der sexuellen Erregbarkeit (im Gehirn beobachtet) entsprechen bedeutend eher dem gewünschtem phänotypischem Geschlecht.

Neurologisch entsprechen transsexuelle Menschen also eher Ihrem angestrebtem als ihrem ursprünglichem phänotypischen Geschlecht. Diese Tatsache beruht vermutlich auf genetischen Variationen in den für die Geschlechtshormonen zuständigen Genen. Transsexualität hat also zu einem großem Teil biologische Ursachen und sind keinesfalls eine Lifestyle-Entscheidung.

Die hier dargestellten Informationen habe ich gekürzt von atme-ev.de übernommen. Dort werden die Informationen noch einmal ausführlicher und mit Angabe von 82 Quellen beschrieben.

Vielen Dank fürs Lesen :)

Bis bald :)
Eure Nina <3


Freitag, 11. Juli 2014

Psychologische Effekte von Östrogenen


Hallo Leute :)

Heute mal ein Thema, dass ohnehin kontrovers diskutiert wird. Viele werden sagen, dass ich Schwachsinn schreibe, Andere, dass sie ähnliches beobachtet haben und wieder Andere, dass bei Ihnen was Anderes passiert ist.

Tatsachen sind nunmal, dass die Psyche nicht alleine von Sexualhormonen beeinflusst wird, zwei Leute sogut wie niemals das gleiche Hormonprofil im Bezug auf die verschiedenen Sexualhormone
(Testosteron, Progesteron, Östrogen sowie die weniger aktiven Metaboliten die dennoch die Rezeptoren besetzen)  haben und sowieso jeder Mensch aufgrund seiner Genetik anders auf Botenstoffe reagiert. Die hier dargestellten psychologischen Effekte von Östrogenen sind also subjektiv und es wird sehr viele Menschen geben, die Anderes erleben.

Dennoch ist es angesichts meines Termines bei der amtsärztlichen Psychologin/Psychiaterin ein Thema über das ich momentan wieder einmal nachdenke und das Fazit möchte ich gerne mit Euch teilen.